Magenspiegelung (Gastroskopie)

Bei der Magenspiegelung (Gastroskopie) wird ein flexibles Endoskop mit integrierter Videooptik durch den Mund in die Speiseröhre eingeführt und von dort aus in den Magen bis in den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Der Zwölffingerdarm ist der erste Abschnitt des Dünndarms und schließt sich unmittelbar an den Magen an.

Wie wird die Magenspiegelung durchgeführt?

Bei der Magenspiegelung (genauer gesagt Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm) kann die gesamte Schleimhaut der verschiedenen Abschnitte untersucht werden. Aus auffälligen Schleimhautbereichen können Gewebsproben entnommen werden, um diese dann vom Pathologen mikroskopisch untersuchen zu lassen. Die Entnahme von Gewebsproben ist für den Patienten schmerzfrei. Die gesamte Untersuchung ist ebenfalls schmerzfrei, kann jedoch zu einem Kratzen im Hals und einem Völlegefühl im Bauchraum (durch die während der Untersuchung über das Gerät in den Magen eingeleitete Luft) führen.

Keine Bedenken: Sie schlafen während wir untersuchen

Um dem Patienten die Magenspiegelung so angenehm wie möglich zu machen, werden meist vor der Untersuchung niedrig dosierte Medikamente verabreicht, die auch bei Narkosen verwendet werden. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich, aber die Medikamente können so dosiert werden, dass der Patient die Durchführung der Magenspiegelung sozusagen verschläft. Eine spezielle Vorbereitung für die Magenspiegelung ist im Gegensatz zur Darmspiegelung nicht erforderlich. Der Patient muss lediglich nüchtern zur Untersuchung erscheinen und darf nach 22.00 Uhr am Vorabend nichts mehr zu sich nehmen.

Bei welchen Symptomen sollte man eine Magenspiegelung durchführen?

Die Magenspiegelung ist keine allgemein empfohlene Krebsvorsorgeuntersuchung, sollte aber bei allen Symptomen, die auf eine Erkrankung von Speiseröhre, Magen oder Zwölffingerdarm hinweisen könnten, durchgeführt werden. Symptome wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Bereich des Oberbauches oder hinter dem Brustbein, Gewichtabnahme, Völlegefühl oder chronische Durchfälle sollten durch entsprechende Diagnostik geklärt werden. Im Rahmen dieser Diagnostik kann eine Magenspiegelung sinnvoll und notwendig sein. Durch die im Rahmen der Magenspiegelung entnommenen Gewebsproben gelingt auch der Nachweis von Helicobacterbakterien, die an der Entstehung verschiedener Erkrankungen beteiligt sein können. Wenn in der Familie gehäuft Fälle von Magenkrebs aufgetreten sind, sollte ebenfalls eine Magenspiegelung erfolgen.

Im Rahmen der Darmspiegelung mit durchführen lassen!

Wenn bei Frauen ab 55 und Männer ab 50 Jahren eine Darmspiegelung zur Krebsvorsorge durchgeführt werden soll, kann ohne großen zusätzlichen Aufwand auch eine Magenspiegelung erfolgen.

Bild einer Magenspiegelung (Gastroskopie)
Bild einer Magenspiegelung (Gastroskopie)
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